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Was ist Konfliktmanagement?
zurück zur Übersicht 04.11.2014

 

Zielsetzung

 

Ziele sind immer individuell und sollten in jedem Fall mit den Teilnehmern zu Beginn eines Seminars vereinbart werden. Jeder hat verschiedene Wünsche, andere Erfahrungen und eventuell ein ganz anderes Arbeitsumfeld. Wenn es aber ganz konkret um Konfliktmanagement geht, ist es zu empfehlen, als Ziel zu vereinbaren, das Handwerkszeug in die Hände zu bekommen, um mit Selbstmanagement zur Konfliktlösung beizutragen. Dazu muss man lernen, wie man einen Konflikt „auseinandernimmt“. Man zerteilt ihn in viele, kleine Stücke und räumt dann ganz systematisch auf. 

 

Inhalte

 

Um dies zu tun, braucht man erst mal ein wenig Abstand. Techniken, wie man sich emotional distanzieren kann, sind also ein ganz wesentlicher Inhalt bei Konfliktmanagement Seminaren. Weiterhin brauchen Sie ganz konkrete Tools, um entstehende Konflikte zu erkennen und zu analysieren. Hier macht es meiner Meinung nach Sinn, die Ebenen von Konflikt zu besprechen. Es gibt insgesamt vier Ebenen: Den intrapersonalen Konflikt, den interpersonalen Konflikt, den Gruppenkonflikt und den Organisationskonflikt. Mit dem Wissen über die Ebene, klären wir die Frage nach dem eigentlichen Konfliktpartner und ob man überhaupt eine Win-Win-Situation herstellen kann. Ich bin ein großer Fan von Übungen an ganz konkreten Fallbeispielen. Das können entweder welche von Teilnehmern sein oder vom Seminarleiter Vorgeschlagene.

Mit Ihrem Basiswissen können Sie dann die Schritte zur Lösung des Konflikts lernen. Hier geht es darum, eigene Bedürfnisse und Konfliktbewältigungsmuster zu erkennen. Außerdem wollen wir die Bedürfnisse des Konfliktpartners verstehen und respektieren und eine professionelle Gesprächsvorbereitung erstellen. Ideal eignen sich hier Rollenspiele, auch, wenn diese erst mal oft von Teilnehmern gefürchtet werden. Es ist wichtig, dass Ihr Trainer einen geschützten Raum schafft, in dem sich Teilnehmer wohlfühlen und sich ausprobieren können. Denn all die Theorie ist nur dann etwas wert, wenn man sie direkt anwendet und individuell für sich selbst anpasst. Meiner Erfahrung nach braucht es oft nur ein paar Minuten, bis Teilnehmer bei Rollenspielen sogar richtig viel Spass haben. Uns Trainern gibt das außerdem die Möglichkeit, individuelle Feedbacks auszusprechen. Und davon profitieren alle Teilnehmer.

Ein weiterer Inhalt kann die Konfliktprävention sein. Dies betrifft oft Führungskräfte und kann helfen, unangenehme Situationen vorzubeugen. Es geht hier darum, eine Kultur im Team zu schaffen, die Konflikte nicht unterdrückt, denn oft sind gerade sie Motoren für positive Veränderungen. Hier lernt man aber eben, wie man konstruktiv damit umgeht und ohne großen Schaden aus dem Konflikt aussteigt.

 

Nachbetreuung

 

Haben Sie an einem Konfliktmanagement-Seminar teilgenommen, ist es wichtig, die Techniken sofort anzuwenden. Das muss nicht immer im Arbeitsumfeld sein, sondern kann auch beim Partner, Kindern oder Freunden angewandt werden. Es muss auch nicht immer ein aktueller Fall sein. Denken Sie über Konfliktsituationen der Vergangenheit nach. Was hätten Sie anders gemacht, jetzt, da Sie einen ganz anderen Wissensstand dazu haben?

 

Toll ist es auch, wenn Sie die Möglichkeit haben, Fragen, die möglicherweise erst später aufkommen, beantwortet zu bekommen. Fragen Sie beim Seminarleiter nach, ob Sie ihn auch nach dem Training konsultieren dürfen.

Welche Fragen haben Sie zu diesem Thema? Melden Sie sich gerne jederzeit. Ich freue mich auf Ihre Email.

 

Herzliche Grüße,

 

Juliane Fach

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